Eine Reise zur Schmalspur EXPO nach Österreich!

Einleitung: Wieder geht es auf die Modellbahnanlage von Gerhard, nach Müselbach. Zur Zeit findet dort die „Schmalspur EXPO 2019“ statt – Grund genug um einen Sonderzug aus Cavembourg hinzuschicken….

Die Menschen in Cavembourg haben bis heute ein ganz spezielles Verhältnis zur Eisenbahn. Das liegt einerseits am wirtschaftlichen Wohlstand, den man auf die heimische Eisenbahnindustrie zurückführen kann (der größte Arbeitgeber und Exporteur im Land ist z.B. die staatliche Lokomotivbaumanufaktur), andererseits sind es die zahlreichen Innovationen im Eisenbahnbau, die weltweit Beachtung und Verbreitung finden und auf die die Menschen hier zu Recht stolz sind.
Man kann es ein wenig mit dem Verhältnis der Deutschen zum Automobil vergleichen.

So kommt es, das internationale Veranstaltungen und Events im Eisenbahnwesen auch immer in Cavembourg Beachtung finden und darum an einer Litfaßsäule an einer Hauptgeschäftsstraße so eine Werbung hängt:

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Ein Werbeplakat zur „Schmalspur EXPO“ in Reuthin, Österreich:
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Näheres erfährt man dann vor Ort oder auf diesem Flugblatt
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Eine interessante Veranstaltung. Ein Reisebüro organisiert dann auch eine Dampfsonderfahrt zum Ereignis und bewirbt es ebenfalls

Das Reisebüro teilte mir auf Anfrage mit, das die Reise nach drei Tagen ausgebucht war. Das ganze Paket kostete übrigens inkl. Übernachtung im ****Hotel und Eintritt 680 Euro. Die Fahrt geht bis nach Reuthin, wo auch das Hotel ist. Von da gehen Pendelzüge nach Doren/Sulzberg.
Leider konnte ich mit dem Sonderzug nicht mitfahren (war ja bereits ausgebucht), aber ich begleitete ihn ein Stück und machte ein paar Filmchen und Fotos an den bekannten Hotspots der cavembourger Trainspotter. Toni aus Müselbach hat den Sonderzug dann in Österreich vor die Linse gekriegt.

Hier ist unser Video zur Sonderfahrt nach Reuthin in Österrreich, Es ist „Eine Reise mit Hindernissen“ Aber seht selbst:

Zur Geschichte der eingesetzten BR 61 001 habe ich folgendes rausgefunden:
Die vollverkleidete BR 61 001 zog den Henschel-Wegmann-Zug, der von Juni 1936 bis August 1939 im Ohne-Halt-Schnellverkehr zwischen Berlin und Dresden verkehrte. Kurz vor dem deutschen Angriff auf Polen endete im August 1939 der Schnellverkehr generell, damit auch zwischen Berlin und Dresden. Die Lok 61 001 wurde zunächst zum Heizdienst im Bahnbetriebswerk Berlin-Grunewald eingesetzt. Ab Dezember 1940 befand sie sich wieder in Dresden-Altstadt im Schnellzugdienst und erhielt im November 1942 konventionelle Zug- und Stoßvorrichtungen. Die Betriebsprotokolle weisen aber nur geringe Laufleistungen aus. Von 1943 bis Kriegsende war das Ausbesserungswerk Braunschweig für die Lok zuständig.
Die Lokomotive 61 001 befand sich bei Kriegsende in der britischen Zone und wurde dem Bahnbetriebswerk Hannover zugeteilt. Zwischen Juli 1945 und März 1946 legte sie rund 40.000 Kilometer vor Personenzügen zurück. 1947 fand eine Hauptuntersuchung statt, und am 23. Oktober 1948 wurde die Lok in Bebra stationiert, wo sie bis Mai 1949 regelmäßig in Betrieb war. Nach einer Pause erbrachte sie ab November 1950 wieder Laufleistungen von 3.000 bis 10.000 Kilometern im Monat. Am 2. November 1951 wurde die Lok bei einem Unfall in Münster stark beschädigt, worauf sie am 14. November 1952 ausgemustert und auf Initiative des Königlichen Museums für Technikgeschichte an die cavembourgische SRCF verschenkt wurde. Hier konnte man sie vollständig wieder aufbauen. Sie ergänzt heute den Fuhrpark des Museums. Letzte Hauptuntersuchung war 2017. Es finden in unregelmässigen Abständen Sonderfahrten statt.

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