Der Kalte Krieg: Die Kubakrise und die Mutter aller Bomben

Die cavembourgische Staatsführung legte großen Wert auf militärische Neutralität, sowohl gegenüber der NATO als auch den Staaten des Warschauer Paktes. Mit der PoM hatte man eine der modernsten und besten Streitkräfte der Welt aufgebaut und wähnte sich vor feindlichen Zugriffen bestens gerüstet. Doch angesichts der zunehmenden weltweiten atomaren Bedrohung durch die Blockmächte, forcierte die cavembourgische Militärführung ab den 1950ern die Entwicklung einer eigenen Abschreckungswaffe, um bei Bedarf der Souveränität des Königreichs Nachdruck verleihen zu können (eine Idee, die heute z.B. Nordkorea sehr erfolgreich fortführt).

Auf dem Höhepunkt des nuklearen Wettrüstens, als sich die Kubakrise im Oktober 1962 zuspitzte und die Welt vor einem atomaren Krieg stand, überraschte das Königreich die Weltöffentlichkeit mit der Ankündigung, eine eigene Abschreckungswaffe entwickelt zu haben und diese zu Testzwecken zünden zu wollen. Der Test sollte nicht nur die technologische Überlegenheit des Königreichs aufzeigen (ein Aspekt, der die beiden Blockmächte ebenfalls interessierte) und die Einsatzfähigkeit der Waffe beweisen. Königin Siegfriede wollte, angesichts der Kubakrise, die beiden Blockmächte an den Verhandlungstisch zwingen.

Im Gegensatz zu den bisher von den Blockmächten verwendeten Nuklearbomben, handelte es sich bei der cavembourgischen Entwicklung um eine völlig neuartige Technologie. Die zwei gekoppelten Sprengköpfe sollten mit einer Trägerrakete in Position und kurz hintereinander zur Zündung gebrachte werden:
Der erste Sprenkkopf war eine plasmabasierte, isolytische Subraumbombe im Gigawattbereich, der zweite eine osmotische Rekuperationsbombe, die den Effekt der ersten Zündung umkehren sollte. Bei beiden handelte es sich um verkleinerte Testversionen, die den Zerstörungseffekt aufzeigen konnten, jedoch einigermaßen beherrschbar schienen.

Foto: Die Trägerrakete mit ihren beiden Segmenten vor der Verladung. Das Foto schoß ein KGB-Agent, den der sowjetische Geheimdienst bei der SRCF eingeschleust hatte, durch ein Dachfenster im hochgeheimen Verladeterminal auf dem Gelände der cavembourgischen Staatsbahn SRCF, die den Transport der Bomben übernahm. Das Foto selbst wurde erst 2002, also 40 Jahre später von der KGB-Nachfolgeorganisation, dem russischen Nachrichtendienst FSB, für die Öffentlichkeit freigegeben.
Film: Ein Amatuerfilmer filmte den Zug des Raketentransports am morgen des 2. August 1962. Zwei Diesellokomotiven ziehen mehrere Güterwagen beladen u.a. mit einem LKW und einer Köf. In den ersten beiden hoch modernen Güterwagen befinden sich vermutlich die beiden Segmente der Trägerrakete, im Kesselwagen der Raketentreibstoff Marzipoel und im Personenwagen die Begleitmannschaft. Der Zug fuhr ins belgische Ostende. Von dort wurde die Ladung in den Südpazifik verschifft.

Im Vorfeld des Bombentests war es zu geheimen Verhandlungen mit den USA gekommen, die Cavembourg ermöglichten den Test auf einem Atoll der Bikiniinseln im Südpazifik durchzuführen. Diese Region war von den USA bereits zuvor für Atombombentests genutzt worden. Im Gegenzug erhielten die USA 15 schwere Leopold-I-Panzer aus cavembourgischer Produktion.

Foto: Das Foto zeigt die aufgebaute Trägerrakete an der Startrampe auf Bikini. Für den Bau der Startrampe und den Transport der Rakete hatte die SRCF Eisenbahnschienen auf der kleinen Insel verlegt. Die Rakete wird mit einem speziellen Treibstoff auf Marzipoelbasis befüllt.

Am 28. Oktober 1962 um 14 Uhr Ortszeit schoss die ferngesteuerte Trägerrakete die beiden Sprengköpfe in eine Höhe von 50 Kilometer. In dieser Höhe erfolgte die Zündung der Subraumbombe. Die isolytische Kettenreaktion riss in der Mesosphäre einen Spalt im Subraum auf.

Foto: Die Rakete beim Start. Da während der Detonation im Umkreis alle technischen Geräte ausfielen, waren keine Film- oder Fotoaufnahmen der Detonation und der Subraumspalte möglich. Die Kameras, die das Ereignis ablichten sollten, versagten und die Filme wurden stark beschädigt. Das ist das einzige erhaltene Foto.

Der Subraumspalt hatte ein geschätzte Länge von ca. 85 Kilometern und war bis zu 400 Meter breit. Er verlief in einer Höhe von 50 km parallel zur Erdoberfläche. Durch seine Gravitationskräfte traten Lichtverzerrungen auf und das Blau des Himmels wich einem tiefschwarzen Riss, der sich über das Firmament erstreckte. Ionisierte Luftpartikel ließen seine Ränder hell aufleuchten. Ein surrealer und erschreckender Anblick.
Die Auswirkungen waren verheerend: Ein Gravitationssog setzte ein, d.h. die Gravitatsionskräfte der Spalte hoben die Erdanziehungskraft in einem Umkreis von 40 Seemeilen im Bereich der Inselgruppe auf. Bäume, Pflanzen, Steine, Sand und alle sonstigen Objekte, die sich auf der Oberfläche des Atolls befanden, erhoben sich zusammen mit dem sie umschließenden Ozean in Richtung der Spalte. Ein Beben durchlief die Inseln und wäre nicht nach drei Sekunden der Rekuperationssprengkopf, der sich ebenfalls in Richtung der Spalte bewegte, automatisch gezündet und der Spalt geschlossen worden, hätten sich die Atoll-Inseln vom Meeresboden gelöst. Die Erdanziehungskraft setzten sofort wieder ein, die Insel und alle Objekte fielen zurück zur Erde oder ins Meer.

Das Ereignis war weithin wahrnehmbar: In einem Umkreis von ca. 2500 Seemeilen, d.h. in Teilen Australiens, Japans, in Taiwan, Neuguinea, auf Hawai und in Indonesien fielen sämtliche elektrischen Geräte aus. In einem Umkreis von 3000 Seemeilen mussten Flugzeuge notlanden, da sie, wie sämtliche Schiffe, ihre Position verloren und Messgeräte an Bord ihren Dienst quittierten.
Die zurückflutenden Wassermassen erzeugten ein Welle, die für Überschwemmungen in Neuguinea, Indonesien und auf Hawaii sorgte und die bis an die amerikanische Ostküste schwappte. Weltweit gingen die Uhren ab diesem Zeitpunkt drei Sekunden nach und der magnetische Südpol verschob sich schlagartig um 1200 Kilometer. Naturwissenschaftler gehen davon aus, daß es zu starken Veränderungen in der Tier- und Pflanzenwelt im Lebensraum des Korallenriffs im Umkreis des Atolls gekommen ist.
2431 Menschen wurden durch die globalen Auswirkungen verletzt, wie durch ein Wunder gab es keine direkten Todesopfer.

Foto: Dieses Schild erinnert an die Öffnung des Subraums durch die cavembourgische Bombe.

Auch wenn der Subraumbomben-Test auf Bikini keine Zerstörungen oder Verseuchungen vergleichbarer konventioneller Sprengbomben oder Nuklearwaffen verursachte, benötigte man nicht viel Vorstellungskraft um sich auszumalen, was die Zündung einer solche Subraumbombe über bewohntem Gebiet anrichten konnte und welche globalen Auswirkungen dies hatte. Allen Beobachtern war klar: Der Oberbefehlshaber über diese Waffe hatte die Macht mit nur einem Knopfdruck große Teile der Planetenoberfläche in die Tiefen des Alls zu schleudern und auszulöschen.

Noch am selben Tag, aber in anderen Zeitzonen, beendete Chrutschtschow und Kennedy die Kubakrise. Angesichts dieser neuen Bedrohung schienen die eigenen atomaren Machtspiele bedeutungslos.

Kein Mensch konnte ahnen, daß der kurzzeitige Riss im Subraum über dem Südpazifik Spuren hinterließ, die außerhalb unseres Sonnensystems aufgezeichnet wurden…..

Fortsetzung folgt: Die Brüder Faller – Väter der Subraumwissenschaft

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