Das Dampflokspektakel von Cavembourg 1896 – Teil 2

Um 15 Uhr startete der Höhepunkt des Tages. Die Lokomotiven fuhren noch einmal in Schrittgeschwindigkeit vor das Publikum und begaben sich dann zu ihren Startpunkten, etwa 4 Kilometer von einander entfernt.
Ihre Majestät König Karl I. persönlich und zu Pferde ritt unter tosendem Applaus an den berechneten Kollisionspunkt, hob seine Silberbüchse empor und mit ihrem Schuss gab er das Startzeichen. Mit einem Telegrafen wurde es an die Lokomotivführer gesendet. Die Lokomotivführer starteten die Lokomotiven, öffneten kurz darauf die Drosseln und sprangen von den Führerständen. Die Maschinen beschleunigten auf ihre Maximalgeschwindigkeit. Mit schrillem Pfeifen, begleitet von den lauter werdenden knatternden Schüssen der Knallkörper, die man auf die Schienen gelegt hatte, rasten die beiden Loks aufeinander zu…

Dann die Sekunde auf die alle gewartet hatten: Mit einem lauten metallischen Krachen trafen die beiden Maschinen aufeinander…

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die Adler wurde komplett aus den Gleisen gehoben und flog sich überschlagend über die 3029 hinweg

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wobei sie im Flug entzwei brach und rücklings zerberstend auf die Gleise schlug

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Die 3029 mitgerissen von der Adler, bäumte sich auf, krachte zurück ins Gleis und fuhr ein gutes Stück weiter bis sie ausrollte und stehen blieb.

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Ihr Vorbau war etwa ein Drittel eingedrückt, der Kessel und das Fahrgestell blieben fast unbeschädigt.

Das Duell dieser beiden ungleichen Gegner konnte eindeutig die schwerere Lok 3029 für sich entscheiden.

Die Brüder Auguste und Louis Lumière konnten den Aufprall der beiden Lokomotiven in einer schnellen Reihenbelichtung fotografisch festhalten. Zusammengefügt ergab es diese kurze Filmsequenz:

Postkarte Dampflokspektakel

Diese spektakulären Aufnahmen wurden noch Jahre lang in Cavembourg auf Postkarten an Touristen verkauft und weltweit verschickt. Der Absender dieses Exemplars schrieb die Worte „Liebe Annemarie Viele Grüße aus Cavembourge Mit Krachen und Lachen Dein Bruderherz“ darauf. Erkennbar ist auch die französische Briefmarke (die Karte wurde also erst in Frankreich abgeschickt).

Was von der Adler übrigblieb

Foto: Was von der Adler übrig blieb. Bis zur Unkenntlichkeit zerschmettert.
Die Tageszeitung „Der bebilderte Monarch“ titelte etwas pietätlos: „Der Adler kann fliegen!“

Nach dem Spektakel strömten die Menschen auf die Gleise und sammelten Bolzen, Schrauben und andere Kleinteile ein um sie später als Souvenir zu präsentieren.
Trotz des sensationellen Erfolges dieser Veranstaltung wurde sie in Europa nie wiederholt. In den USA betrieb man die Crash-Attraktion noch bis in die 1930er.

Fortsetzung folgt…

Das Dampflokspektakel von Cavembourg 1896 – Teil 1

Die Königliche Nationalbahngesellschaft SRCF veranstaltete zum 70. Geburtstag von König Karl I. am 25. September 1896 ein in Europa einmaliges Dampflokspektakel. Als Vorbild dienten die in den USA populären, absichtlich herbeigeführten Dampflokzusammenstöße, die regelmäßig zahlreiches Publikum anlockte. So war erst ein Jahr zuvor in Texas ein spektakulärer Dampflokcrash vor 40 000 Zuschauern durchgeführt worden, bei dem es durch die Kesselexplosionen der beiden Lokomotiven zahlreiche Verletzte und sogar Tote zu beklagen gab – was aber den Erfolg des Spektakels nicht schmälern konnte.

Plakat Lokcrash

Foto 1: Ein Plakat für das Dampflokspektakel in Cavembourg

In Cavembourg standen die beiden Dampflokomotiven der ersten Generation zur Verfügung: Die Adler und die Lok 3029. Die Adler war bereits seit 1890 in Z-Stellung und konnte für dieses Vorhaben wiederbelebt werden, die 3029 war kurz zuvor ausgemustert worden.
Es ging der SRCF aber nicht nur um Publikumsbelustigung am Königsgeburtstag. Bei dem geplanten Zusammenstoß sollte auch technische Neuerungen erprobt und das Verhalten von Dampflokomotiven bei Zugunfällen erforscht und verbessert werden. Da Ingenieure das Dampflokspektakel begleiteten und dokumentierten, gilt es heute als der erste Crashtest der Geschichte, Jahrzehnte vor den ersten Crashtests der Automobilindustrie in 1959. der Automobilindustrie in 1959.

Lokzahnrad

Foto 2: Um die Endgeschwindigkeit der Lokomotiven zu erhöhen wurden einige technische Änderungen an den Maschinen vorgenommen. Angestrebt waren 80 km/h – also mehr als das Doppelte der regulären Endgeschwindigkeit dieser beiden Veteranen. Die Ingenieure erreichten dies mit einer Reduzierung des Gewichts durch den Abbau nicht benötigter Komponenten und mit einer speziell entwickelten Zahnradübersetzung, die zwischen die Antriebsräder gesetzt wurde. So konnte die Geschwindigkeit maximiert werden. Der Pfeil deutet auf die auch von außen sichtbare nachgerüstete Zahnradübersetzung der Lok 3029. Diese Konstruktion wurde später in vielen Dampflokomotiven, aber auch in Diesel- und Elektrolokomotiven, eingesetzt.

Da die Veranstaltung auf regulären Gleisen der SRCF stattfinden sollte, musste der Eisenbahnbetrieb im ganzen Land für diesen Tag eingestellt werden. Die meisten Zuschauer reisten also schon einen Tag früher an und übernachteten in Cavembourg. Erwartet hatte man etwa 5000 Schaulustige, es kamen schließlich über 15 000 Menschen aus ganz Europa um dem Spektakel beizuwohnen. Viele übernachteten in den provisorisch errichteten Zelten, die man kurzerhand aus den ehemaligen französischen Militärdepots zur Verfügung stellte und mit Federbetten, Teppichen und Waschgelegenheit komfortabel einrichten ließ.

Es war ein wunderschöner, warmer Septembertag und die Sonne wärmte noch einmal die herbstliche Farbenpracht der Wälder des schönen Cavembourg: Königsgeburtstagswetter! Die Eisenbahnstrecke lag in einem Tal eingerahmt von zwei sanft abfallenden Bergrücken, auf denen Tribünen und Sitzgelegenheiten aufgebaut worden waren. Es gab zahlreiche Verköstigungen, Musikkapellen spielten, es gab Glücksspiele, Schaustellerbuden und ein Unterhaltungsprogramm für die ganze Familie. Volksfeststimmung machte sich breit.

Die Kontrahenten vor dem Crash

Foto 3: Die beiden Dampf-Veteranen vor ihrer letzten Fahrt. Das Königspaar ist im Führerstand der Adler zu erkennen. Ministerpräsidenten Roco Austria und anderen Ehrengästen stehen davor. Es herrschte ausgelassene Volksfeststimmung.

Teil 2 folgt…..

 

 

König Karl I. besucht die Kolonie Fogo am Fogongo des Kaiserreichs Robanjiaa Teil 2

Erschienen in der cavembourger Tageszeitung „Der bebilderte Monarch“ am 1. Juli 1890:

Der bebilderte Monarch Afrika1

König Karl besucht Afrika
Obok. Am 30. Juni 1890 erreichte unser glorreicher König Afrika! Auf Einladung des robanijanischen Kaisers Robin I. besuchte unser ehrwürdiger König Karl die Kolonie Fogo am Fogongo.
Er wurde am Kolonialhafen mit allen militärischen Ehren begrüßt. 12 Salutschüsse aus französischen 16-Pfünder Lahitollekanonen donnerten IHM ein „Herzlich Willkommen!“ Die robanjianische Militärkapelle spielte die Nationalhymne Robanjias und IHM zu Ehren den „Kameradengruß“ (siehe unser Kommentar: Ein Lied für Cavembourg).
Im kaiserlichen Palast ein festliches Bankett und am Abend der glamouröseste Ball, den Afrika jeh gesehen hat….
Fortsetzung auf Seite 3 !

Bildunterschrift: König Robin I. von Robanija begrüßt König Karl I. von Cavembourg in der Kolonie Fogo am Fogongo.

Außerdem:

Hans Esuh gestorben

Paris. Der ehemalige cavembourger Ministerpräsident und Putschist Hans Esuh ist verstorben. Wie erst jetzt bekannt wurde, verstarb Esuh bereits am Sonntag in seiner Pariser Mietswohnung. Er wurde 80 Jahre alt.
Hans Esuh war einer der Gründerväter Cavembourgs und Wegbegleiter König Heinrichs I. 1864 putschte er mit Hilfe des französischen Kaisers Napoleon III. .
gegen den rechtmäßigen König. Die französischen Jahre in Cavembourg begannen.
1870 musste er vor dem wiederkehrenden König Heinrich I. fliehen. In Paris lebte er fortan in ärmlichen Verhältnissen.

und

Der Kommentar:
Ein Lied für Cavembourg!

Es zeigte sich auch in Afrika, wenn unser ehrenwerter König auf Reisen ist und auf höchstehrvolle Weise begrüßet wird: Der Cavembourger Nation fehlt eine Hymne! Eine große Musik mit weisem, ehrvollem Librett, der Vaterlandsliebe huldigend und den cavembourger König preisend! Es fehlt ein Stück Nationalstolz! Eine herzergreifende musische Erhabenheit für große nationale Gelegenheiten! Musiker und Kompositeure Cavembourgs erdenket euch ein Lied für Cavembourg!

Fortsetzung Seite 3

Der bebilderte Monarch Afrika2

Bilderbericht:

Am Morgen des nächsten Tages brach seine Majestät in Begleitung des Abenteurers Allan Quatermain zu einer Exkursion in die Wildnis auf. In der Savanne rettete unser mutiger König ein junges Nashorn vor dem grausamen Tode durch Hyänen und erlegte eine Gazelle, die man am abendlichen Lagerfeuer mit den Gefolgsleuten waidmännisch zubereitete, grillte und verspeiste.

Nach einer zweitägigen Kreuzfahrt auf dem Fogongo, wobei sich ihre Majestät von den Strapazen der Reise erholen konnte, ging es mit dem Transkontinental-Express „Blaues Nilpferd“ über den französischen Kolonialhafen Obok mit dem Schiff zurück nach Europa.

Neben dem Portrait steht:

Allan Quatermain
Pionier und Abenteurer

Quatermain ist Großwiljäger von Beruf und bereist den „dunklen Kontinent“ schon seit vielen Jahren. Er ist mit den Eingeborenen zwischen dem Kongo und Simbabwe befreundet und sein Reisebericht „Die Wanderungen eines Jägers in Afrika“ machten ihn auf der ganzen Welt berühmt. König Karl von Cavembourg und Quatermain haben sich bereits auf Karls Reisen durch den Sudan kennengelernt und sind eng befreundet.

König Karl I. kehrte glücklich am 15 Juli 1890 heim nach Cavembourg.

Fortsetzung folgt….

König Karl I. besucht die Kolonie Fogo am Fogongo des Kaiserreichs Robanjiaa Teil 1

König Karl I. besucht auf Einladung Kaiser Robin I. von Robanjiaa die Kolonie Fogo am Fogongo in Zentralafrika. Karl (alias Kara-ben-Napfi) lernte den robanjiaischen Kaiser auf seinen Reisen durch den Sudan und seine Abenteuer „Im Lande des Mahdi“ kennen (die ebenfalls von Karl Mai in drei Romanen verarbeitet wurden). Während der Krise mit dem Wolfstier hatte Kaiser Robin seine Hilfe zugesichert und angeboten eine Gruppe erfahrener Großwildjäger nach Cavembourg zu entsenden.

Link ins Gesichtsbuch von Robanjiaa

König Karl bricht am frühen Morgen des 10. Juni 1890 mit einem Sonderzug vom Bahnhof Heinrichsburg Richtung Paris auf. In Paris koppelte man den cavembourgischen Salonwagen an den Interkontinentalexpress „Blaues Nilpferd“ an. Von hier aus ging es über Lyon, Genua, Rom in die Hafenstadt Brindisi. Mit dem Schiff über Alexandria durch den 1869 eröffneten Sueskanal zum Horn von Afrika ins französische Obock (Dschibuti). Am 30. Juni 1890 erreichte König Karl I. die Kolonie Fogo am Fogongo.

Das Foto zeigt Karl I. auf der Plattform des Salonwagens Abschied Karl Afrikader SRCF am Bahnhof Heinrichsburg kurz vor der Abfahrt nach Paris am 10. Juni 1890. Seine Frau Paula Napf verabschiedet sich und ein Zeitungsjunge reicht ihm ein druckfrisches Exemplar der cavembourger Tageszeitung „Der bebilderte Monarch“.

Der Bericht des Afrika-Korrespondenten folgt….

 

Nadar und die Neue Burg

1873 – 1875: Nach der Zerstörung der Heinrichsburg wird die „Neue Burg“ erbaut.

Die „Neue Burg“ ist Sitz der Regierung und des Parlaments von Cavembourg.
König Karl I. wollte einen Ort, der Demut und Respekt vor den Aufgaben des Staates, Zeit zur inneren Einkehr aber auch Auseinandersetzung mit den Herausforderungen der Zeit bietet. Bei der Gestaltung verzichtete man daher gänzlich auf repräsentative Elemente in der Architektur. Die Burg liegt auf einem der höchsten Berge des Landes und kann auch heute vom Bahnhof Heinrichsburg nur über einen schmalen Weg zu Pferd oder zu Fuß erreicht werden.
Die Ruine Heinrichsburg blieb als Mahnmal erhalten. Einige Bauteile fanden in der neuen Burg Verwendung.

Portrait: Als Pionier für Foto-Aufnahmen aus der Luft gilt derNadar französische Fotograph Gaspard-Félix Tournachon, genannt Nadar. Er fotografierte mittels eines Ballons aus der Luft und unternahm mit seiner Frau weite Reisen damit. Trotz des unglücklichen Ausgangs einer Reise von Paris nach Hannover 1863, wobei er und seine Frau schwere Verletzungen bei einer unsanften Landung erlitten, wagte er im August 1876 eine Ballonfahrt von Marseille nach Cavembourg.

 

 

 

 

Nadars Luftreise 1863, gemeinfreiAbbildung: Gefährliche Lage des Ballons „Le Géant“ auf hannoverischem Boden, Grafik in der „Illustrirten Zeitung“, 1863, gemeinfrei

Luftaufnahmen auf die „Neue Burg“ von Nadar 1876: Die Reise im Ballon von Marseille nach Cavembourg verlief unfallfrei und ermöglichte eine Vielzahl spektakulärer Luftaufnahmen.

Neue Burg Nadar 2

Neue Burg Nadar

Nadar und seine Frau in ihrem Ballon „Le Nain“ über Cavembourg:

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Nadar 2

Bemerkenswert ist die Konstruktion des Luftgefährts. Durch ein ausgeklügeltes System war es möglich den Ballon in gewissem Umfang zu steuern und kontrolliert auf- und absteigen zu lassen. Nadar perfektionierte diese Technik nach seinen schmerzlichen Erfahrungen mit dem ersten Ballon „Le Géant“. In der Kajüte war Platz für zwei Personen und Proviant. Durch den kontrollierten Sink- und Steigflug war es möglich z.B. während des Fluges Wasser mit einem Eimer aus einem Bach zu schöpfen, zwischen Bergen hindurchzusteuern und sanfter auf dem Boden aufzusetzen.

Nadar 4Foto: Diese Aufnahme entstand von der gegenüberliegenden Ruine Heinrichsburg. Man kann Nadar erkennen, wie er auf dem Kajütendach seine Kamera in Position bringt. Neben ihm am Rand sitzend seine Frau.

Die Neue Burg heute

Neue Burg heute

Foto: Auch wenn die Burg nun schon über 140 Jahre alt ist wird sie immer noch „Neue“ Burg genannt. Ihre Funktion hat sich nicht geändert.

Burgtor Neue Burg

Foto: Wenn der König in der Burg weilt, bewachen zwei berittene Leibgardisten das Burgtor. Sie sind bei Touristen als Fotomotiv sehr beliebt.

Innenhof Heinrichsburg

Foto: Der Burghof. An ruhigen Tagen kann man den Bewohner des Brunnens beobachten. Ist es der verwunschene Heinrich, der auf erlösende Liebkosung wartet? Beim Nähertreten entschwindet er mit einem Plumps im Wasser…..

Die Burg kann an sitzungsfreien Tagen des Parlaments besichtigt werden. Eintritt ist frei.

Fortsetzung folgt…..

 

 

 

 

 

 

Der König ist tot – lang lebe der König!

8. Oktober 1874:
Das neue Parlaments wählt in seiner ersten Abstimmung Karl Napf zum neuen König und Souverän Cavembourgs.

Sein offizieller Titel lautet: „König von Cavembourg, Großherzog der Hügel, Retter des Landes und Untierbezwinger, Karl der Erste“. Die Machtbefugnisse des neuen Königs waren stark beschnitten, er hatte fast nur noch repräsentative Aufgaben.
Die folgenden Aufnahmen werden als Postkarten vermarktet:

Krönung Karl 1

Foto: Der König fuhr standesgemäß mit einem feierlich geschmückten Zug zum Bahnhof Heinrichsburg. Von hier aus ging es zu Fuß hinüber zum Krönungspavillon

Der Krönungspavillon bildete auch bei der Krönung von Karl I. den feierlichen Rahmen. Das Gebäude baute man zu diesem Zweck von seinem ursprünglichen Standort im Wald ab, renovierte es und stellte es am Fuß der Neuen Burg wieder auf. Nach dem Krönungszeremoniell im Pavillon schritt der König zu Fuß zur Burg hinauf und die Parlamentarier begrüßten ihn mit großem Jubel.

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Foto: Die Aufnahme zeigt König Karl I. (im Pavillon). In seinen Händen als Symbol seines Titels „Untierbezwinger“ die silberne Büchse, links seine Ehefrau Paula, rechts als Symbol des jungen Staates der Junge im Matrosenanzug. 
Bereits bei der ersten Krönung Heinrichs I. war ein Junge im Matrosenanzug auf dem offiziellen Krönungsgemälde abgebildet (siehe auch Kapitel Die Verfassung 1848). Es ist unwahrscheinlich, dass es sich um den gleichen Knaben handelt, da dieser zum Zeitpunkt der Krönung Karl I. ein ausgewachsener Mann gewesen sein müsste. Zwei berittene Leibgardisten und einige Staatsgäste sind zu sehen, weiter Richtung Burg auf halber Höhe spielt eine Musikkapelle.

Der Originalpavillon befindet sich heute im Königlichen Neue Burg heute 2Heimatmuseum am Kalkofen (dort wo auch Heinrichs Kiste ausgestellt ist – siehe Heinrichs Flucht aus Cavembourg 1864). Ein originalgetreuer Nachbau steht an der ursprünglichen Stelle am Aufstieg zur Neuen Burg. Für Königs-Krönungen nutze man das Original nicht mehr. Eine Messingtafel und eine Staatsfahne erinnern an die historische Bedeutung des Ortes. Der Nachbau dient heute als Wartehäuschen für Touristenbusse.

Foto: Eine Fähnlein Pfadfinder hat sich für die Aufnahme gruppiert.

Fortsetzung folgt…

Die Zeit nach König Heinrich I. – Die IWAKURA-Mission besucht Cavembourg

Eine japanische Reisegruppe unter Leitung von Fürstin Iwakura Tomomi besuchte zwischen 1871 und 73 Teile Nordamerikas und Europas um die europäischen Staaten, ihre Staatsform, die Politik, Gesellschaft, Wirtschaft und Technologie zu erkunden. Die Erkenntnisse, die auf dieser Mission gewonnen werden, spielen für die Entwicklung des modernen japanischen Staates eine entscheidende Rolle.
Das deutsche Kaiserreich, aber auch die Krise der Monarchie in Cavembourg, bestätigte und beflügelte die japanischen Gesandten, ihre eigene Monarchie nach dem Ende des japanischen Shogunats zu reformieren (Meiji-Restauration).
In der Folge nimmt Japan als erstes außereuropäisches Land diplomatische Beziehungen zu Cavembourg auf. Noch heute spielt die tiefe Freundschaft beider Länder eine bedeutende Rolle in den asiatisch-europäischen Beziehungen.

IWAKURA-Mission

Foto: Ministerpräsident Napf begrüßt mit seiner Frau am 1. Juni 1873 die hochrangigen Gäste aus Japan am Bahnhof Cavembourg/Stadt. In der Bildmitte Fürstin Iwakura, Paula Napf mit Hut neben ihrem Mann. Die Ministerpräsidentengattin und die Fürstin verbinden seit diesem Besuch eine enge Freundschaft. Später besuchte Paula Napf Japan mehrere Male und erhielt Zugang an den kaiserlichen Hof.

Fortsetzung folgt….

Die Parteien der jungen Demokratie Cavembourgs – 4. Die Partei FMZ

img_0839kopie3nykuDie Partei „Für mehr Züge“ FMZ stand für den Ausbau des Schienennetzes und der Infrastruktur. Sie sah die Zunahme von Pferdefuhrwerken und Kutschen auf den Straßen kritisch und forderte eine regelmäßige staatliche Straßenreinigung sowie eine Beschränkung des Individualverkehrs. Die FMZ ging aus einer Vereinigung von Eisenbahnmitarbeitern der SRCF hervor und existiert heute nicht mehr.

Foto: Das Wahlplakat der FMZ zeigt die innovative Kraft dieser Partei. Die abgebildete Lokomotive ist in ihrer Bauart für die damalige Zeit visionär – Die Lokomotive wird es in dieser Form erst rund 30 Jahre später geben.

Fortsetzung folgt…

 

Die Parteien der jungen Demokratie Cavembourgs – 3. Der Selectrix

Der „Selektive Traditionalisten Komplex“ – Selectrix
ist eine politische Gruppierung aus dem die Partei MFX ursprünglich hervorging. Ihre Anhänger glauben fest an eine Rückkehr Heinrichs auf den Thron und weigern sich seinen Tod anzuerkennen. Die Heinrich-Verehrung geht über ein gesteigertes Andenken hinaus und ist schon als Personenkult zu bezeichnen. Sie sehen sich als die wahren Bewahrer des Königtums und möchten den Status Quo im Land bis zu Heinrichs Rückkehr beibehalten.

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Foto: Das Wahlplakat der Selectrix mit dem Konterfei Heinrichs I. Die Ereignisse um die Heinrichsburg und das Verschwinden des Königs spielten im Wahlkampf eine wichtige Rolle

Als vierte und letzte Partei folgt die FMZ….