1. Weltkrieg Teil 6: Der Krieg erreicht das Königreich

Aus historischen Quellen weiß man heute, daß die Deutsche Heeresführung von der Tunnelsprengung kalt erwischt worden war, und daß sie von einem Sabotageakt luxemburgischer Freischärler ausging. Gleichzeitig musste sie aber die Aufmarschpläne für die weiteren Schwerpunktschlachten der Frühjahrsoffensive streng weiter verfolgen und konnte sich eine intensive „Untersuchung“ des Vorfalls schlichtweg nicht leisten – so auch das Kalkül der cavembourgischen Regierung.
Trotzdem kommandierte die Generalität eine Mannschaft der 11. Schweren Kampfwagenabteilung für eine Erkundung der Lage ab.

Etwas oberhalb, in Sichtweite eines der zerstörten Eisenbahntunnel, liegt das kleine 100-Seelen-Dorf Montcave, an der cavembourg-luxemburgischen Grenze. Idyllisch schmiegt es sich an den Hang des gleichnamigen Berges, umringt von kleinen Terrassen auf denen die Bewohner Wein anbauen. Obschon nur von Luxemburg auf einer Straße zu erreichen, gehören der Berg und das Dorf zum Königreich Cavembourg. Die holprige Serpentinenstraße geht von der luxemburger Seite den steilen Hang hinauf und endet in einen kleinen Pfad etwas oberhalb des Dorfes. Der Pfad führt dann über den bewaldeten Kamm hinüber nach Cavembourg ins Landesinnere.

Aus dem Einsatztagebuch von Reinhard Koch, Hauptmann der 11. Schweren Kampfwagenabteilung:
„…Gebe einer Kampfwagenbesatzung und einer Handvoll Infanteristen den Befehl die Gegend um den östlichen Tunnel von Franctieurs zu säubern, außerdem, da der Wagen gerade in der Nähe ist, den erbeuteten englischen Kampfwagen einzusetzen. Die Männer müssen erproben, ob sich der Wagen auch im Häuserkampf bewährt. Widerstand ist nicht zu erwarten. Für das dutzend Männer wirds eine „Promenade“ sein, nach den zwei Wochen im Graben.“

Am Morgen des 18. März 1918 umzingelte eine Mannschaft der 11. Schweren Kampfwagenabteilung das kleine Dorf an der cavembourgischen Grenze und riegelten die kleine Hauptstraße ab, dann dringen die Soldaten in das Dorf ein…

MontcavePanzer1

Foto: Ein Militär-Fotograf begleitete den Einsatz um die Möglichkeiten des Panzers zu dokumentieren. Die Aufnahmen dieses Einsatzes sind, im Gegensatz zu vielen anderen Kriegsfotografien des 1. Weltkrieges, nicht nachgestellt. Das Panzerfahrzeug hatte noch keine Hoheitszeichen angebracht, was ihnen schließlich zum Verhängnis wurde….

Fortsetzung folgt…

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