Soziale Reformen im Königreich und die Gründung der SBB

Die Rezession traf das Königreich unvorbereitet. In der Wirtschaftslehre des Staatsgründers Heinrich kam eine soziale Fürsorge für in Not geratene Untertanen nicht vor und war nicht gesetzlich geregelt. Man konnte zwar in seiner Grafschaft Hilfe in Form von Naturalien u.ä. erbitten, hatte aber keine gesetzlichen Ansprüche. Man war der Willkür der Aristokraten oder Amtsträger ausgesetzt. Das musste sich angesichts der hohen Arbeitslosigkeit und der drohenden Verarmung breiter Bevölkerungsschichten ändern. Der Cavemismus war bereits aufgeweicht und an vielen Stellen den modernen Erfordernissen angepasst (1873 strich man ihn bereits aus der Verfassung), doch viele wichtige Elemente, wie das königliche Eigentum des Bodens, hatten immer noch Bestand. 1932 beschließt auf Initiative der Königin das Parlament umfangreiche Steuer- und Sozialgesetze.
Die Abgeordneten verabschiedeten eine obligatorische Krankenversicherung, sowie eine allgemeine steuerbasierte Arbeitslosen- und Rentenversicherung.

Fotoreihe: In den Jahren 1929 – 1932 sank die Wirtschaftsleistung und damit auch der Personen- und Gütertransport. Die Bahnbediensteten hatten Lohnkürzungen hinzunehmen oder wurden arbeitslos. Viele mussten in einfachere Wohnquartiere umsiedeln. In der Hauptstadt entstand das „Bahnerviertel“ – ein ganzer Stadtteil mit günstigem Wohnraum. Die Fotos von 1972 zeigen die im Vergleich zur sonst prachtvollen Stadtbebauung eher trist wirkenden Wohnquartiere des „Bahnerviertels“ in der Hauptstadt:

Die Gründung der SBB

1. September 1930: Ehemalige und aktive Mitarbeiter der Bahngesellschaft SRCF gründen die „Societé für Bilder von Bahnen, Cavembourg“ (kurz SBB). Das Hobby „Eisenbahnfotografie“ spielte im Königreich schon immer eine gewisse Rolle. Der deutsche Unternehmer Ludwig August Riedinger gilt als Pionier auf diesem Gebiet und brachte die Eisenbahnfotographie bereits in den 1870ern ins Königreich, als er mit einer Trockenplattenkamera „seine“ Adler in Cavembourg fotografierte. 
Ziel der SBB war es u.a., den während der Krise arbeitslos gewordenen Mitarbeitern der Bahngesellschaft einen „Zeitvertreib anzubieten, der sie an ihrer Eisenbahn festzuhalten vermag“…“sich an der Technik der Eisenbahn und der Fotographie zu erfreuen“ und „mit den Kollegen im freundschaftlichen Kontakt zu verbleiben“(Auszug aus den Gründungstatuten 1930). Die Gesellschaft verlieh an ihre Mitglieder gegen eine geringe Gebühr Kameras des Typs Bessa von Voigtländer und unterhielt ein eigenes Fotolabor. So konnten sich dieses Hobby auch weniger gut Betuchte und sogar Arbeitslose leisten.
Das englische Wort „Trainspotting“ war noch nicht erfunden, die Ursprünge der Eisenbahnfotografie als Hobby und Freizeitbeschäftigung liegen aber im Königreich Cavembourg. Viele historische Aufnahmen alltäglicher, aber auch exotischer Züge in Cavembourg und der Welt verdanken wir den Fotografen der SBB. Die Societé existiert heute noch (mit einer geänderten Vereinssatzung) und erfreut sich an stetigem Zulauf. Mehrmals jährlich organisiert sie sogenannte „Fotozüge“ z.B. in Kooperation mit dem Königlichen Museum für Technikgeschichte. Das Vereinsheim befindet sich in im Bahnhofsgebäude des Hauptbahnhofs. Im Internet findet man die SBB hier: https://sbbcavembourg.wordpress.com/

Bild: Titelseite der Homepage

Einige Eisenbahnfotos von SBB – Mitgliedern:

Venice – Ostende – Express: 
Der Luxuszug der Compagnie Internationale des Wagons-Lits (CIWL) war ein reiner 1. Klasse-Zug und bediente von 1922 – 1939 die Strecke Ostende – Brüssel – Cavembourg – Stuttgart – München – Innsbruck – Bozen – Venedig. Zusammen mit dem Orient-Express und dem Train-Bleu bildete er das legendäre Rückgrat der internationalen Luxuszüge der CIWL. Die Fotos stammen von 1931 aus Reuthin (Vorarlberg) – Danke an Gerhard für die Archiv-Fotos!:

Eine BR 42 mit Kohlezug in Cavembourg (um 1950)
Am BHF Planlos in der Südpfalz (um 1975): Eine BR 85
Am Vesuv in Italien (1978):

Fortsetzung folgt: Wo ist das OVNIC?

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